Kontakt
Milchhof Oskamp
Borghorster Straße 54
48366 Laer
Homepage:www.milchhof-oskamp.de
Telefon:02554 8200
Fax:

Unsere Milchkühe

Heute halten wir ca. 190 Milchkühe und für sie bringen wir alles auf. Denn nur, wenn es ihnen gut geht, liefern sie uns die Milch, die wir für unsere hochwertigen Milchprodukte benötigen.

Im offenen Stall haben die Kühe viel Platz, Bewegung und frische Luft. Das Grundfutter kommt ausschließlich vom hofeigenen Grünland, ergänzt mit Mais und Getreide.

Wir halten in einem offenem Liegeboxenlaufstall durchschnittlich 190 Milchkühe. Da nicht jede Kuhrasse die gleichen Inhaltsstoffe in der Milch aufweist, halten wir neben den Hauptrassen ‚Holstein-Friesian schwarzbunt‘ und ‚Holstein-Friesian rotbunt‘, die Rassen ‚Jersey‘, ‚Braunvieh‘ und ‚Fleckvieh‘, welche auf Zuchtviehauktionen von der Rinder-Union West eG ersteigert werden oder aus unserer eigenen Nachzucht stammen. Aufgrund der Qualifikation zu einem Eigenbestandsbesamer, welche durch die Teilnahme an einem Lehrgang erlangt wurde, besamt Stefan seine Kühe eigenständig. Dies erfolgt mit Bullensperma der Rasse ‚Blauweißbelgier‘ und 'Holstein-Friesian schwarzbunt und rotbunt. Die Kühe werden zweimal täglich mit durchschnittlich drei Arbeitskräften in einem zwanziger Swing-Over Melkstand gemolken. Die Liegeboxen werden täglich mit gehäckseltem Stroh eingestreut und die Exkremente über einen Abschieber in eine Güllegrube geschoben. Durch die eigene Vermarktung der Milch im Hofladen und den Verkauf von selbstgemachtem Hofeis, Rohmilchkäse und Salzlaken-Weichkäse an Wiederverkäufer, haben wir uns dazu entschlossen, unseren Milchkuhbesatz zu reduzieren. Die Fokussierung liegt somit auf der Milchqualität und nicht auf die Milchleistung.

Das geht nicht
My KuhTube Film 217

Gibt jede Kuhe die gleiche Milch?
My KuhTube Film 204

Kälberaufzucht

Der Grundstein für eine wirtschaftliche Milchproduktion mit hohen Lebens- und Milchleistungen wird schon in der Kälberaufzucht gelegt. Die Fütterung in den ersten Wochen trägt dazu zum Großteil bei.

In den ersten Lebenswochen sind Kälber besonders anfällig für Krankheiten, da ihr Immunsystem erst nach der Geburt aufgebaut wird. Daraus ergibt sich ein hohes Mortalitätsrisiko. Um eine Immunisierung des Kalbes zu gewährleisten ist ein hygienisch unbedenkliches Umfeld, sowie eine ausreichende und unverzügliche Biestmilchgabe nötig. Biestmilch, auch "Kolostrum" genannt, ist die Erstmilch von allen Milchkühen, die von der weiblichen Milchdrüse produziert wird, um das Kälbchen in den ersten Tagen optimal zu ernähren.

Wir achten darauf, dass die Kälber nach der Geburt unverzüglich, jedoch spätestens nach vier Stunden eine fristgerechte Kolostrumaufnahme bekommen. Ziel ist es, in den ersten Lebenstagen eine wirksame passive Immunisierung, zu garantieren. Damit die Kälber den nötigen Schutz vor Krankheitserregern erhalten, wird zweimal täglich jeweils 2,5 l Kolostrum in den ersten drei Lebenstagen verfüttert. Die Fütterung erfolgt über Kälbertränkeeimer mit Saugnuckeln. Diese Nuckel ermöglichen ein langsames, aber auch kontrolliertes Trinken der Kälber zusätzlich wird das Saugbedürfnis befriedigt. Der geschlossene Kälberstall ist ca. 10 m von dem Melkstand entfernt, so lässt sich die Kontrolle und Versorgung der Kälber einfach in die tägliche Melkroutine integrieren. Zudem reduziert der kurze Weg den Aufwand für den Vollmilchtransport zu den Kälbern. Während der Fütterungszeiten, wird zusätzlich auf das Allgemeinwohl des Tieres und auf das Einstreumaterial geachtet. Wir verfügen über 19 Einzelboxen, diese befinden sich im alten Melkstand, der diesbezüglich angepasst wurde. Außerdem stehen uns zwei Kälberiglus für jeweils fünf Kälber mit Außenbereich zur Verfügung. Bei allen Kälberboxen ist dem Kalb der Sicht- und Berührungskontakt durch durchbrochene Seitenwänden zu anderen Kälbern möglich, um ihr tiergerechtes Sozialverhalten ausleben zu können. Zudem kann jedes Kalb ungehindert aufstehen, sich hinlegen, eine natürliche Körperhaltung einnehmen, sich putzen, sowie Futter und Wasser zu sich nehmen. Alle Boxen werden nach jedem Durchgang gesäubert und vor jedem neuen Aufstallen frisch mit Stroh eingestreut. Stroheinstreu soll im Wesentlichen zum Tierkomfort beitragen und bietet den Kälbern einen wärmeisolierten und weichen Liegeplatz. Ziel ist es, durch Einstreu die Liegefläche immer trocken zu halten. Die Kälber werden über die Rinder-Union West eG auf Nutzviehauktionen in der Halle Münsterland in Münster in Abständen von vier Wochen versteigert oder zur eigenen Fleischrindermast behalten. Die Rinder-Union West eG ist ein landwirtschaftliches Unternehmen der Rinderzucht, Besamung und Zuchtrinder- vermarktung. Die Tiere werden ab der Verladerampe durch das Personal gekennzeichnet, gewogen und den jeweiligen Boxen zugeteilt. Danach werden sie ohne Führstrick durch das RUW-Betreuungsteam in den Auktionsring getrieben. Die Aufteilung der Tiere in den Boxen erfolgt hierbei nach Betrieb, Größe der Tiere und Anzahl.


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